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Diedrich als Gegenspieler des alten Buck

 
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Malte
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MessagePosté le: Mar 5 Aoû - 19:16 (2008)    Sujet du message: Diedrich als Gegenspieler des alten Buck Répondre en citant

Diederich als Gegenspieler des alten Buck - die Entwicklung einer Gegnerschaft
Eine Skizze

Zunächst ist der alte Buck für D. wie für alle eine Autorität (S. 14 f.); personal wird erzählt, wie Diederich den Kampf mit der überlegenen Macht aufnimmt (15/8-11). Diesen Kampf gegen Buck und seinen Kreis sagt Diederich in der Familie an: „Andere wollen auch ran!“ (109) Damit ist sein Geschäftsinteresse offen ausgesprochen.
   Eine große Selbstdarstellung gibt Buck bei Diederichs Besuch (114-121, vgl. auch noch 298-303): ein liberaler Mann, der für die Freiheit gekämpft hat und im Kaiser und von Wulckow deren Gegner erblickt; er gönnt Diederich seinen Aufstieg.
   Die Verurteilung Lauers im Prozess empfindet D. als Niederlage des Buck‘schen „Klüngels“ (242, vgl. „Bande“ 109; vgl.: „Ich hasse die ganze Familie!“ 82/24).
   Diederichs erste Waffe im Kampf ist das Gerücht, Guste sei eine Halbschwester Wolfgangs, das er bewusst in die Welt setzt: „Wer den Bucks ihren schändlichen Raub [Guste und ihr Geld, N.T.] abjagen wollte...“ (264/20 f.; 263-265); er informiert Napoleon Fischer entsprechend (267-269).
   D. reflektiert die Wirkung des Gerüchts: „Herunter mit ihm, damit Diederich hinaufkam!“ (281/31 f.) Im Gegenzug nähert D. sich von Wulckow an (285 ff., vgl. 283 f. und v.a. 233) - im Kampf gegen „die Macht des Bestehenden“ (298/24 f.).
   Buck nimmt den Kampf wahr, sucht aber trotzdem einen Ausgleich mit Diederich (298-303); er scheint D.‘ Geschäftsinteresse als dessen Motiv erkannt zu haben (390 f.). Deswegen und dagegen erblickt D. in ihm den „Erzfeind“ (391/34).
   Der erste Erfolg Diederichs ist die Tatsache, dass Guste ihm zufällt (340-344). Dass sich eine Wende zugunsten Diederichs vollzogen hat, begreift D., als er das Angebot bekommt, Gausenfeld zu kaufen, sowie die Information erhält, dass andere Leute um ein Vorkaufsrecht gebeten haben (405 f.). Daraus schmiedet D. seine zweite Waffe: Auf der Wahlversammlung kommt es zum offenen Kampf (408; 410-415), den Diederich durch kühnes Kombinieren gewinnt; Buck wird ohnmächtig. Danach geht es mit ihm bergab: Er muss bei D. Geld leihen (420 f., gewinnt den Prozess nicht, verliert Geld mit den Aktien, legt das Amt des Stadtrats nieder (430); D. übernimmt sein Haus (453).
   Ein charakteristisches Intermezzo bietet Bucks Gespräch mit Wolfgang (454-457). Schließlich stirbt Buck, nicht ohne in D. den Teufel gesehen zu haben (478, vgl. 268).
Es müsste noch untersucht werden, als welche Typen der alte Buck und Diederich dargestellt werden und mit welcher Verlogenheit Diederich den Kampf führt. So beklagt D., dass er (u.a. bei Buck) „nirgends schlichte deutsche Treue“ finde (391/18 f., vgl. 216/32); sein eigenes rücksichtsloses Vorgehen rechtfertigt er jedoch: „Wer da noch Schonung übte, machte sich mitschuldig.“ (406/13 f.)
   Weitere Stellen, den alten Buck betreffend: S. 18, 46 f., 107 ff., 123, 131 f., 216, 218, 248, 251-254, 279, 390, 391 f., 416, 419, 425-430, 475 ff.
   Wolfgang Buck: 79 ff., 174 f., 203-209, 212 f., 232 f., 235 ff., 277 ff., 306-308,  312 ff., 452 f.
   Napoleon Fischer: 106 f., 110-114, 163 f., 173, 187-189, 202, 266-269, 321-327, 389 f., 459 f.
_________________
Jetzt wusste ich: die Dinge sind ganz und gar das, was sie scheinen - und hinter ihnen... ist nichts. (Jean-Paul Sartre)

Il y a deux façons de ne pas raconter sa vie: l'une est de se taire et l'autre c'est d'écrire.
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MessagePosté le: Mar 5 Aoû - 19:16 (2008)    Sujet du message: Publicité

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