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Die familiäre Sozialisation Diedrich Heßlings

 
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Malte
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MessagePosté le: Dim 3 Aoû - 17:34 (2008)    Sujet du message: Die familiäre Sozialisation Diedrich Heßlings Répondre en citant

http://www.teachsam.de/deutsch/d_ubausteine/aut_ub/mann_h_ub/mann_h_unterta…



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MessagePosté le: Dim 3 Aoû - 17:34 (2008)    Sujet du message: Publicité

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Malte
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MessagePosté le: Dim 3 Aoû - 17:55 (2008)    Sujet du message: Die familiäre Sozialisation Diedrich Heßlings Répondre en citant

Kapitel 1:


"Diederich fühlte wohl, dass alles hier... vor  allem darauf zielte, die persönliche Würde auf ein Mindestmaß  herabzusetzen. Und das imponierte ihm .. " Das Aufgehen im großen  Ganzen", sagte er... Man sei da in einem großartigen Betrieb, ein Teil  der Macht sozusagen.."

"Diederich war so beschaffen, dass die  Zugehörigkeit zu einem unpersönlichen Ganzen, zu einem unerbittlichen,  menschen-verachtenden, maschinellen Organismus ihn beglückte, dass die  Macht, die kalte Macht, an der er selbst, wenn auch nur leidend,  teilhatte, sein Stolz war.
...Was Diederich stark merkte, war der  Beifall ringsum, die Menge..., die überwältigende  Mehrheit."

"Heute heißt es bloß noch: losschlagen, solange wir  die Macht haben... Wir stehen am Vorabend großer  Ereignisse."

"Diederich war ein weiches Kind, das am liebsten  träumte, sich vor allem fürchtete. Er war sich bewusst:" Ich habe Prügel  bekommen, aber von meinem Paps. Ihr wäret froh, wenn ihr Prügel von ihm  bekommen könntet. Aber dafür seid ihr viel zu wenig."

"Alles ward  laut kommandiert, und wenn man es richtig befolgte, lebte man mit sich  und der Welt in Frieden... Ihr war ... als schwitze er mit ihnen allen  aus demselben Körper. Er war untergegangen in der Korporation, die für  ihn dachte und wollte... Ihn herauszureißen, ihm einzeln etwas anhaben,  das konnte keiner..."
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Malte
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MessagePosté le: Mar 5 Aoû - 19:09 (2008)    Sujet du message: Die familiäre Sozialisation Diedrich Heßlings Répondre en citant

„Macht und Gewalt“ in Kap. I und II
Die beiden ersten Kapitel des Romans stehen in der Spannung zwischen den Eingangsworten: „Diederich Heßling war ein weiches Kind...“ (S. 9), das durch verschiedene Instanzen dazu „erzogen“ wird, in dieser harten Zeit (S. 100, vgl. S. 75) zu bestehen, und den Schlussworten: Seine Augen sind so furchterregend geworden, „als blitzten sie aus dem Gesicht der Macht“ (S. 101).
   Gewalten begegnen ihm im Vater, in Märchenfiguren, im Gespenst, im Polizisten; die nächste Gewalt ist die Schule (S. 12 ff.). Diederich ist „so beschaffen, dass die Zugehörigkeit zu einem unpersönlichen Ganzen (...) ihn beglückte“ (S. 13).
   Bereits in dieser Zeit hat Diederich auch selbst an der Macht teil (gegenüber den Arbeitern und Frauen, S. 10, ferner S. 13, 14, 15, 16).
   Repräsentanten der Macht sind für Diederich einmal Menschen, nämlich
* Mahlmann (S. 18 ff.; 43 f.; 67 f.),
* Wiebel (S. 35; 55),
* der alte Herr seiner Verbindung (S. 51 ff.),
* von Barnim (S. 56) und
* der Kaiser (S. 59 ff.);
vor allem ist Macht in den Institutionen repräsentiert und präsent:
* die Schule (S. 12 ff.),
* die Verbindung (S. 31 ff.),
* das Militär (S. 48 ff.);
* der Kaiser ist sowohl Figur wie Institution.
Die Erziehung Diederichs besteht darin, dass das weiche Kind (s.o.) tauglich gemacht wird, in dieser harten Zeit zu bestehen.
   Zu untersuchen wäre, was in dieser „Erziehung“ seine Mutter als Figur und die Begegnung mit der Familie Göppel, speziell mit Agnes bedeuten.
   Der Erzähler bewertet diese „Erziehung“ und ihre Instanzen teilweise offen (Schule: S. 12), teilweise indirekt (Verbindungsleben satirisch lächerlich gemacht, S. 31 ff.; Theater-Vergleich, S. 61; furchterregendes Aussehen durch den Friseur geschaffen, S. 100 f.), teilweise durch Figuren des Romans (junger Mensch mit Künstlerhut: „Theater“, S. 62).
   Beachtung verdient die häufige Verwendung des personalen Erzählens, wodurch der Leser an Diederichs Gedanken und Erleben teilnehmen kann.
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