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Satirische Sprachgestaltung

 
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Malte
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MessagePosté le: Dim 3 Aoû - 18:04 (2008)    Sujet du message: Satirische Sprachgestaltung Répondre en citant

Quelques premiers exemples:


Eigennamen:" "...Sie sind ein widersetzlicher Bursche ... Sie arbeiten für den Umsturz! Wie heißen Sie überhaupt?" 
"Napoleon Fischer", sagte der Mann. Diederich stockte. "..Nap- auch das noch!" 


Adjektive: "... seine treudeutsche und kaisertreue Gesinnung bewährt habe. Durch sein Eingreifen sei es gelungen, den vaterlandslosen Elementen Netzigs eine empfindliche Schlappe beizubringen." 


Sprachprimitivitäten: Kühnchen brüstet sich mit Kriegsabenteuern:"...das Feuer damals an dem Haus, wo die Franktiröhrs drinne saßen, da gibt's nischt. Ich hab doch eene Kriegslist gebraucht und hab mich totgestellt, da ham die dummen Luder nischt gemerkt. ..."


Das Wortspiel: Heßling verkauft seine väterliche Fabrik, worüber der alte Sötbier jammert. 
"...Ich kann nicht zusehen, wie der Sohn und Erbe meines alten Herrn die soliden Grundlagen der Firma untergräbt und treibt Großmannspolitik." Diederich maß ihn mitleidig: "Großzügigkeit war zu Ihrer Zeit noch nicht erfunden, Sötbier. Heute wagt man es." 


Wortpointen: Diederich im Gespräch mit Frau Wulckow über deren Stück:
"...Wie kommen Sie nur auf all die Geschichten?" ...." Manchmal denke ich, ich muss es geerbt haben." "Haben Sie denn so viel Dichter in Ihrer werten Familie?" "Das nicht. Aber wenn nicht mein großer Vorfahr die Schlacht bei Kröchenwerda gewonnen hätte, wer weiß, ob ich die 'Heimliche Gräfin' geschrieben haben würde." 


Paradoxon: "Diederichs geheime Angst sah in dem dünnen Bart des Maschinenmeisters immer das gewisse Grinsen, das an seine Mitwisserschaft in der Angelegenheit des Holländers erinnerte und die offene Verleugnung der Autorität war. Je heftiger Diederich sich gebärdete, desto ruhiger war der andere. Diese Ruhe war Aufruhr!" 


Wortkoppelung: "Wo Erfolg ist, ist Gott!" 


Satirische Entsprechung: Der vom Kaiser protegierte Bildhauer "kehrte ... bis jetzt nur die guten Seiten seines Berufes hervor, nämlich Genie und vornehme Gesinnung, während er sich im übrigen durchaus korrekt und geschäftstüchtig zeigte." 


Satirische Diskrepanz: Als selbst ernannter Adjudant des Kaisers steht Quirinal gegenüber "Diederich, der Majestät gewärtigt, auf vorgestreckter Brust den Kronenorden vierter Klasse. Die Treppe herauf aus der Stadt trippelte eine Ziegenherde und verschwand hinter dem Brunnen." 


Satirische Aufhebung: Heßling gibt vor dem Postamt die Huldigungsdepesche an den Kaiser auf: "Diederich .. fuhr ohne Zweck fort, zu blitzen und steinern dazustehen: in der Haltung des Kaisers. (....) Diederich fühlte den Helm auf seinem Kopf, er schlug gegen den Säbel an seiner Seite und sagte: "Ich bin sehr stark!" Der Telegrafist hielt dies für eine Reklamation und zählte ihm das kleine Geld nochmals vor." 


Satirisches Wortbild: "Die Macht lässt sich nicht ewig auf Bajonetten tragen wie eine aufgespießte Wurst..."

_________________
Jetzt wusste ich: die Dinge sind ganz und gar das, was sie scheinen - und hinter ihnen... ist nichts. (Jean-Paul Sartre)

Il y a deux façons de ne pas raconter sa vie: l'une est de se taire et l'autre c'est d'écrire.
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MessagePosté le: Dim 3 Aoû - 18:04 (2008)    Sujet du message: Publicité

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